LaPipa Handgemachte Tabakpfeifen




Pfeifenmachen / Arbeitsablauf

Wichtig ist mir dabei:

Die Handarbeit beim Pfeifenmachen und dass ich nur die nötigsten Arbeiten maschinell ausführe.

Dass nur beste Qualität Bruyerehölzer,  zum Teil direkt vom Coupeur, verwendet werden, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Bei kleinen Spots ( Einschlüsse im Holz ) halte ich es mit einigen bekannteren Zeitgenossen - die lasse ich bestehen -, denn Holz ist nun einmal ein Naturprodukt.... und dies hat auf Qualität und Rauchverhalten auch überhaupt keinen Einfluss.

 Gerne lasse ich Pfeifen, die keine oder kleinste Spots aufweisen, naturfarben, oder auch Kontrastgebeizt.

So kommt die natürliche Maserung schön zur Geltung, sie dunkeln ohnehin beim Gebrauch nach.

Pfeifen, ohne geringste Makel im Holz ( ganz selten ) und perfekter Maserung, sind eher selten daher sehr gefragt und dementsprechend gefragt.

Wunschpfeifen werden immer mehr gewünscht, bedenken Sie jedoch, dass eine Pfeife seine Zeit braucht bis sie verfügbar ist. 

Die vergleichsweise nicht teuren Preise sollen bestätigen, dass die handgemachten LaPipa Pfeifen mehr aus Leidenschaft zu aussergewöhnlichen Materialien und Idealismus entstehen.

  

Verwendete Materialien

Bruyere ( Erica arborea )

Die Baumheide, ein Baumartiger Strauch wächst in mediterraner Gegend, wild in steilen Berglagen und auf kargem Boden. Geerntet werden die Knollen, welche sich zwischen Stamm und Wurzel bilden ( ca. 40 bis 80 Jahre alt ) in mühsamer Handarbeit.

Bisher erfolglos ist eine Züchtung in Plantagen geblieben.

Im Tal, werden die Knollen von Spezialisten (  Coupeuren ) zu  Plateaux oder sog. Kanteln gesägt. Nach einer aufwändigen Behandlung, um das Holz von von Saft und Harzen zu befreien werden die Kanteln schonend und vorsichtig auf Umgebungs -temperatur und -feuchte gebracht und für mehrere Jahre abgelagert. 

Bruyere ist für Pfeifen das geeignete Holz, einerseits, weil es gegen die hohe Hitze ( 600 °  Celsius und mehr !) beständig ist und andererseits, die beim Rauchen entstehenden Kondensate gut absorbieren kann.

Richtig abgelagertes Holz ist daher wichtig und relativ leicht.

Eingekauftes Bruyere lagert dann bei mir noch einige Jahre bis zur Verarbeitung.

 Baumheide .                                    

Bruyereknollen

 

    

 

Mundstückmaterial

Ebonit ist ein vulkanisierter Kautschuk und wird von mir gerne verarbeitet, da angenehm im Biss und Geschmack.

Cumberland ist ein ( schwarz/rot) marmorierter Kautschuk.

Ebonit-Mundstücke werden von mir vollständig aus Stangenmaterial gemacht und poliert.

Acryl ist aus reinem Kunststoff und setzt sich immer mehr durch, ist etwas härter im Biss als Ebonit, bleibt aber länger glänzend. Diese sind als Rohlinge erhältlich.


 

 

Zier-Applikationen

können aus verschiedensten Materialien wie,  Holz, Knochen, Horn, Silber, Messing, Acryl etc., hergestellt werden und verleihen der Pfeife den besonderen Touch.

 

 

 

 

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          Arbeitsablauf 

 

 

 

 

Holz- und Mundstückwahl 

       

                                                                                                                                                 Links: Zwei Bruyere Plateaux-Hölzer

 

                                                                         Rechts: 2 Stücke Nussbaum vom Wurzelteil. 

 

Ist das Holz und die Form gewählt, werden die nötigen Löcher gebohrt. 

 

  

Dann wird der dazu passend abgelängte und abgedrehte Ebonit-Rohling,

 

oder Acryl-Rohling sowie eventuelle Zier-Applikationen  angepasst.

 

 

Anschliessend wird das Bohrloch, das Zugloch und das Zapfenloch gebohrt. 

Dies geschieht mit hoher Sorgfalt, damit die Funktionalität gegeben ist und dass der Sitz des Mundstücks

auf der Pfeife stimmt.

         

 

Nun beginnt die eigentliche Arbeit  mit Säge, Raspel und Feile, bis die Pfeife die gewünschte Rohform erreicht hat.

Danach wird mit Schleifpapier verschiedener Körnung die Pfeife in die endgültige Form geschliffen.

Allfällige Unebenheiten oder unreine Einschlüsse die erst jetzt hervor treten, werden abgeschliffen und dies wird bis zum gewünschten Ergebnis wiederholt.

 

 

Besonders achte ich auf darauf, dass die Pfeifen nicht kippen, wenn sie abgestellt werden.

Dies bedeutet bei einigen Modellen ( stark gekrümmte Pfeifen, Excenter-Pfeifen etc. ) zum Teil einigen Mehraufwand  

und Tüftelei und wird daher meist auch nur bei Pfeifen erreicht,die ganz von Hand gefertigt werden und so

auch ausgewogen sind.

 Das ist bei meinen Pfeifen der Fall, bis auf wenige Ausnahmen wie bei z. bsp. Fullbents.

Soll eine eine Pfeife  eingefärbt werden, kommt nur

                                                           ! nur lösungsmittelfreie Beize !     auf Alkoholbasis zur Anwendung.

 Für die Fertigstellung der Pfeife verwende ich nur natürliche Wachse und Lein- oder Olivenöl.

 

Die Pfeife wird nach der Trocknung mit verschiedenen  Polierpasten und -scheiben bearbeitet.


Als Finish wird mit Carnauba, einem harten, aus Palmen gewonnenem Wachs, gewachst.

 

 

Damit wird ein guter Oberflächen-Schutz erreicht.

Eine so behandelte Pfeife gewährleistet auch die Atmung des Holzes

- was bei lackierten Pfeifen nicht der Fall ist

und kann problemlos immer wieder aufgefrischt werden.